Rette mich vor meinem Vater! 05-01-2006An einem späten Winterabend vor fünf Jahren wurde Lonja, ohne Jacke, von seiner betrunkenen Mutter durch die Stadt geschleift. Er wusste, dass zuhause der Vater wartete, auch blau und außerdem gewalttätig. In seiner Verzweiflung schrie er: „Mama, rette mich vor meinem Vater!“
Eine Passantin hörte das. Sie überredete die Mutter, Lonja im Kinderheim der Stadt abzuliefern, wo er seitdem wohnt. Das letzte Jahr hat er nichts mehr von seinen Eltern gehört. Trotz der täglichen Tracht Prügel und der heftigen Trinkerei vermisst er sie.
Ab und zu besucht er Tamara, die Dame, die ihn auf der Straße rettete. Tamara wohnt in einem Häuschen mit ihrem Mann, Kindern, Schwiegerkindern und Enkelkindern zusammen, insgesamt 10 Personen. Trotzdem ist dort Platz genug, dass auch Lonja dort ab und an ein Wochenende verbringen kann. Heute ist Lonja 11 und hat zwei große Träume: Fußballprofi zu werden und eine Familie zu finden, bei der er wohnen kann. Auf dem Bild steht Lonja mit dem Leiter des Kinderheimes.
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